Mavi Marmara - Ein Schiff mit einer blutigen Geschichte




Heute ist der 31. Mai!

Vier Jahre nach dem israelischen Angriff auf die Hilfs-Flotilla Mavi Marmara, in der zehn unschuldige Menschen ums Leben kamen.

Doch was genau hat sich am 31.Mai 2010  ereignet?

Die Mavi Marmara (türk.Blaues Marmarameer) auch bekannt unter dem Namen: Gaza-Solidaritäts-Flottille war im Mai 2010 in Richtung Gaza gefahren. Ziel der Reise war es, die israelische Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen, die die israelische Marine errichtete, um Hilfsgüter nach Gaza zu transportieren.

Mit der Mavi-Marmara, welche speziell von der IHH (Internationale Humanitäre Hilfsorganisation) 2010 erworben wurde, reisten 580 Aktivisten, etwa 400 türkische Staatsangehörige. Unter ihnen waren Vertreter vieler türkischer Parteien und Journalisten.
Auch aus Deutschland waren die  Bundestagsabgeordneten vertreten wiez.B Annette Groth und Inge Höge (die Linke). Unter den Passagieren waren auch Künstler, palästinensische Aktivisten und die irische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Corrigan vertreten.

Die Schmutzkampagnen Israels in internationalen Medien gegen die IHH liefen noch vor dem  Mavi Marmara Fall auf Hochtouren. Nach Mahnbriefen der IHH an diese Medienorgane und juristischer Vorgehen wurden falsche Meldungen wie „Die IHH liefert Waffen“ zurückgezogen!


Warum wurde die Hilfsflotte angegriffen?

Am 31.Mai 2010, heute vor vier Jahren wurde das Schiff in internationalen Gewässern von der IDF (Israel Defense Forces) angegriffen.
Beim Angriff wurden zehn Menschen (türkische Staatsbürger) erschossen und mehr als 40 weitere Menschen schwer verletzt. Nachdem Angriff wurden alle Passagiere festgenommen,nach Israe in Gefangenlager verbracht und danach in ihre Heimatländer abgeschoben.
Alle dokumentarischen Aufnahmen über den tödlichen Angriff der israelischen Armee wurden den Passagieren abgenommen und nicht mehr ausgehändigt.

Der türkische Ministerpräsident Erdogan beschrieb den illegalen Angriff als „Blutbad“ und „Staatsterrorismus“ seitens Israel.
Auch Libanons Ministerpräsident äußerte sich und nannte es einen „gefährlichen und verrückten Schritt, der die Spannungen in der Region verschärfen wird“.
Das türkische Außenministerium hat daraufhin den Botschafter aus Israel abgezogen und erklärt, dass die Schäden in den Beziehungen zu Israel nicht wieder gut zu machen seien.

Nach dem Angriff auf die Mavi-Marmara kam es zu einer Eiszeit zwischen der Türkei und Israel.
Die Türkei stellte Israel die Bedingung auf, dass sich Israel beim türkischen Volk entschuldigen müsse für den Mord an zehn Aktivisten. Zusätzlich muss sie Entschädigung an die Angehörigen der Toten zahlen.
Erst nach dem Angriff israelischer Soldaten gegen die Mavi Marmara kam die Krise zwischen der IHH und der Gülen-Gemeinde ans Tageslicht.
Der „islamische“ Prediger Gülen war nämlich der Meinung, dass die IHH ohne die Erlaubnis Israels gegen dessen Autorität verstoßen hätte.
Die Haltung der Gülen-Gemeinde wird proisraelisch eingestuft.
Auch Internationale Medien beschuldigten die IHH, nannten die Humanitäre Aktion eine „fragwürdige Friedensmission“.
Doch die Terroristen, welche in Istanbul am Taksim-Platz vandalieren, werden „friedliche Demonstranten“ genannt.
Sehr merkwürdig, dass heute am Jahrestag der Mavi-Marmara kaum ein Bericht zu dem Angriff in internationalen Medien zu lesen ist, aber stündlich über den Gezi-Aufstand berichtet wird...

Historische Entschuldigung seitens Israel

Erst nach drei Jahren äußerte sich Netanjahu zu dem Vorfall. In einem Telefongespräch mit Ministerpräsident Erdogan entschuldigte er sich für den Vorfall.
Er brachte zum Ausdruck, dass Israel den Tod und die Verletzungen auf dem Mavi-Marmara
Schiff zutiefst bedauere. Zusätzlich stellte er klar, dass man den Angehörigen der Opfer finanzielle Entschädigungszahlungen leisten werde.
Es ist das erste Mal, dass sich Israel in dieser Form bei einem Staat entschuldigt hat. Türkische Medien sprechen von einer historischen Entschuldigung.


Erdogan: „Zionismus ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.

Ein Satz reicht aus, um die Weltöffentlichkeit in Aufruhr zu versetzen.

Israel hat mit dem blutigen Angriff auf die Hilfs-Flotilla einen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor den Augen der Welt begangen. Ein solcher Staat kann nur noch als Verbrecherstaat bezeichnet werden.
Israels derzeitiger Umgang mit den Palästinensern läuft auf ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit hinaus.
Doch die Welt schließt ihre Augen und niemand möchte das Verbrechen sehen.

Sobald man Israel kritisiert, wird man automatisch als Antisemit abgestempelt.

Doch wir werden nicht schweigen!
Wir werden uns nicht blind stellen!

Wir werden dafür sorgen, dass diese Verbrechen aufgeklärt werden und die Täter verantwortlich gemacht werden und bei Namen genannt werden!
Niemand soll  unschuldig sterben!

Wir gedenken den Toten.


Mögen Sie in Frieden ruhen.




(Video von dem Schiff Mavi-Marmara)


Sumeyra S.

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