SOMA - Die Wahrheit und der Wahn der Medien!






Am Samstag, den 24.05.2014, ist der Ministerpräsident Erdogan zur zehnjährigen Jubiläumsfeier der UETD (Union Europäische-Türkischer Demokraten) in Köln eingeladen.
Nach dem Minenunglück in Manisa/Soma vergangener Woche wird Erdogans Entscheidung kritisiert, doch dabei geht es den Kritikern nicht um die Trauer, die die Familien und der Großteil des türkischen Volkes erleiden. Sie sind der Meinung, dass der Ministerpräsident für die im August stattfindende Präsidentschaftswahl in der Türkei auf deutschem Boden für Stimmen werben werde. Allerdings haben sie vergessen, ob er kommt oder nicht, seine Anhängerschaft wird mit jeder Stimme hinter ihm stehen.
Warum ich zu diesem Ergebnis komme? Nun, eine ganz einfache Frage: Haben die deutschen Medien über diejenigen Journalisten hergezogen, die den Tod der Menschen als gerechtfertigt einstuften, nur weil sie vermeintliche AKP-Wähler waren?
Lasst uns ihre Worte hier einmal zusammenfassen, die von den Massenmedien totgeschwiegen werden:
Yilmaz Özdil, Hürriyet-Kolumnist: „Wenn man es so sagen darf, haben diese Menschen den Tod verdient. Schließlich wurden sie mit Bussen zu den Parteikundgebungen der AKP gefahren.“
Ali Ünal, Zaman-Kolumnist: „Sie sind gestorben, weil sie die AKP gewählt haben. So wie die Stämme im alten Ägypten. Wenn das nicht wahr ist, dann lügt der Koran.“
Emin Cölasan, Sözcü-Kolumnist: „Das Minenunglück in Soma wird als Ausrede dafür genutzt, um nicht den 19. Mai den Feiertag der Jugend, des Sports und an das Gedenken an Mustafa Kemal (Atatürk) zu zelebrieren.“
Yazgülü Aldogan, Posta-Kolumnistin: „Die Menschen in Soma sind weder Märtyrer noch Veteranen, sondern sind auf dem Sch****weg gestorben.“ (Sinnentstellung aufgrund der Übersetzung)
Und fällt euch etwas auf? Alles Journalisten aus dem laizistischen Lager und dem Gülen-Netzwerk!
Ihre vor Hass blind gewordenen fanatischen Leser haben ihre Worte verteidigt!


Wo sind denn die deutschen Leitmedien, die Erdogans Aussage, beim Minenunglück handele es sich um Schicksal, harsch kritisierten? Diese unmoralischen Worte dieser widerlichen Journalisten werden wieder einmal bewusst übersehen!
Schließlich geht es ihnen nur um die Diffamierung der türkischen Regierung und nicht um die Aufdeckung des Falls und um die Entschädigung der Familien.

Die europaweite Mobilisierung von alevitischen und kemalistischen Vereinen zeigt uns wieder, dass man den Medien Futter vor die Füße werfen möchte, damit sie am nächsten Tag solche und ähnliche Schlagzeilen werfen können:
„Erdogan hat Deutschland polarisiert, doch die Mehrheit der türkischstämmigen Deutschen hat sich in Köln gegen ihn versammelt“
„Erdogans Wahlkampftour in Köln entpuppte sich als Fiasko“
Und im Falle von Ausschreitungen zwischen gegnerischen Gruppen:
„Erdogan hat nun auch hier wie in der Türkei die Menschen gegeneinander aufgebracht“
Klingt das jetzt wie eine Hetze gegen die deutschen Medien? Dann betrachtet mal die Schlagzeilen, die seit einer Woche gegen die türkische Regierung und gegen Erdogan veröffentlicht werden! Eine pure Hetzkampagne, die das Trauern über unsere Toten nicht zulässt! Übrigens, die türkischen Medien haben auch dazu beigetragen!

Ich stelle mir die Frage, warum die Stadt Köln die Protestkundgebungen gegen Erdogan nicht auf einen anderen Tag verlegt hat. Es ist doch nicht auszuschließen, dass auch hier wie in der Türkei Provokateure für eine Straßenschlacht sorgen können. Heute haben sie an der Universität ODTÜ in Ankara mit Molotov-Cocktails an die Menschen in Soma gedacht(!)
Doch diese Provokateure und die Journalisten, die auf ein solches Chaos händereibend warten, dürfen nicht vergessen, dass die AKP-Anhänger sehr geduldige Menschen sind. Selbst beim Gezi-Aufstand haben sie trotz aller Provokationen keinen Menschen verletzt. Und wenn man die Mentalität der Menschen in der Türkei mit denen der hier lebenden Türken vergleicht, so fällt auf, dass eher die ersteren ihre Aggression nicht im Zaum halten können. Bis auf einige wenige Ausnahmen entsprechen die jungen Türken nicht mehr dem Bild des Schlägertürken in der Bild-Zeitung! Sie sind auf dem besten Weg, eine Karriere zu machen und haben sich schon längst unter die Studenten gemischt – mit Erfolg! Wir sind kultiviert und zivilisiert genug, um uns nicht von Marionetten provozieren zu lassen, die nach einem Sturz Erdogans auch Soma vergessen würden, wobei einige es ohnehin schon getan haben!
Für ihre Propaganda gegen die Regierung haben sie die beim Minenunglück umgekommenen Menschen und ihre Familien benutzt. Im Folgenden werden ihre Lügen und Komplotts in den sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook und in den regierungskritischen Medien aufgedeckt. Die einen riefen wieder zum Widerstand auf den Straßen auf, die anderen versuchten die zur Zielscheibe erklärten Minister zum Rücktritt zu zwingen und wiederum gab es Kritiker, die die Regierung für alles verantwortlich machten. Unter den Lügen verbreitenden Gruppen waren auch Journalisten und Abgeordnete der Oppositionsparteien.

Hier nun die Liste der Lügen:
‚Die Regierung versteckt die Toten. Ein 15-Jähriger ist umgekommen und syrische Arbeiter wurden einbetoniert‘
(der Jüngste war 19 und auf dem veröffentlichten Bild war ein afghanischer Junge zu sehen und der Vorwurf der Einbetonierung völliger Schwachsinn)
‚Erdogan konnte sich im Supermarkt vor den Protestierenden retten‘
(dabei ist das Foto drei Jahre alt)
‚Erdogan hat einem Bürger eine Backpfeife verpasst‘
(die Person hat dies erst gegen Bezahlung bestätigt, dann geleugnet)
‚Der Minenbesitzer steht der AKP nahe‘
(dabei hat ihn Erdogan zum ersten Mal gesehen und merkwürdigerweise wurde er von den regierungskritischen Zeitungen bis zur Pressekonferenz nicht weiter beachtet. Er soll gute Kontakte zum Medienbaron Aydin Dogan und zur KOC-Holding pflegen)
‚Zwei verwitwete Frauen haben sich vor die Kameras des BBC-Channels gestellt und haben gegen die Regierung gewettert‘
(diese entpuppten sich als 1. Mai-Aktivistinnen)

Kommen wir nun zu den Aktivitäten der Regierungskritiker.
Nachdem das Unglück bekannt wurde, spekulierte man sofort über die Anzahl der Toten, wobei 600 Menschen nicht mehr aufzufinden gewesen wären.
Tausende Provokateure haben sich nach Soma begeben und haben das Parteigebäude der AKP mit Steinen und allen möglichen Gegenständen beschädigt und die Möbel zerstört. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass die Akten dieser Vandalen voller Straftaten sind.
Die marginalen Aktivisten, die Erdogan ausbuhten, wurden in den Medien als Vertreter des ganzen Volkes dargestellt, obwohl die Soma-Bevölkerung diese Provokateure zur Besinnung aufgerufen hat. Die Polizisten sollen angeblich währen des Besuches von Erdogan mehrere Familienangehörige der Opfer geschlagen haben, aber dieser Vorwurf wurde von keinem bestätigt. Außerdem wurde Erdogan herzlich empfangen bis auf einige kritische Stimmen. Das Minenunglück wurde als Anlass für Straßenschlachten mit der Polizei ausgenutzt, die auch von einigen Abgeordneten der größten Oppositionspartei CHP unterstützt wurden.

Und am Samstag werden es Aktivisten sein, die sich mit dieser Gesinnung identifizieren und sich aus mehreren Ländern Europas in Köln gegen Erdogan versammeln werden.
In der Türkei, wo ja ein Diktator regieren soll, denken sie, dass sie sich auf den Straßen alles erlauben können. Haben ihre Sympathisanten denselben „Mut“ auch in Deutschland?
Was ist, wenn die Proteste außer Kontrolle geraten? Wird der mögliche gewaltvolle Einsatz der Polizisten gegen alle Beteiligten wie in Hamburg relativiert? Wird sich die Polizei womöglich passiv verhalten? Wird Erdogan dafür verantwortlich gemacht werden? Werden die deutschen Medien dies als Gelegenheit sehen, um zum Imageverlust des türkischen Ministerpräsidenten weiterhin beizutragen?

Zwei Dinge sind sicher:
Die Anhänger der Regierungspartei werden sich wie die Soma-Bevölkerung verhalten und zur Besinnung aufrufen, falls Provokateure ein Chaos anzetteln möchten.
Sie werden den Ministerpräsidenten Erdogan mehr als je zuvor in Massen unterstützen und ihn in Köln nicht alleine lassen.


Das werden die Leitmedien in Deutschland und in der Türkei auch sehen, aber höchstwahrscheinlich nicht darüber berichten!


Turgay Adalet

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