PKK-Anhänger töteten Kurden



Wegen den HDP-Politikern sind im Oktober 2014 über 50 Menschen in der Türkei gestorben, weil sie ihre Anhängerschaft wegen Kobane vorsätzlich auf die Straßen getrieben hatten. Obwohl Kobane unter Beschuss war, lösten sie in der Türkei einen begrenzten Flächenbrand aus. Nicht nur die Propaganda in den deutschen Medien gegen die Muslime hat dazu beigetragen, dass Eziden in Hamburg auf Muslime losgingen. Auch einige türkische Medienorgane haben die alternative Kurdenpartei HüdaPar und andere muslimische Verbände indirekt zur Zielscheibe erklärt. Sie hatten ein Klima geschaffen, als ob jeder Muslim, der regelmäßig in die Moschee geht, mit den IS-Terroristen sympathisiere.

Der Hass der PKK-Anhänger wuchs von Tag zu Tag und irgendwann ließen sie ihren Worten Taten folgen - der 16-jährige Yasin Börü und andere junge Menschen wurden auf bestialische Weise ermordet. In Europa präsentieren sich die Terrorunterstützer wie reine Demokraten, obwohl sie auch in Europa, um es milde auszudrücken, handgreiflich werden, wenn Andersdenkende im Weg stehen.

Die Türkei-Korrespondenten sind sehr eifrig, wenn es um die Geschichten von toten Kindern (Berkin Elvan) geht, die von Terrororganisationen missbraucht werden, aber über einen Yasin Börü, der ein ganz gewöhnlicher Junge und erfolgreicher Schüler war, verlieren sie kein einziges Wort.
Wenn sie es nicht tun, dann ist es wohl unsere Pflicht, darüber zu berichten.

Am 5. Oktober begann in Ankara der erste Tag im Prozess wegen der Ermordung des 16-jährigen Yasin Börü und weiterer junger Männer. Yasin Börü und drei junge Erwachsene (Ahmet Dakak, 19, Riyad Güneş, 26, and Hasan Gökguz, 25) wurden getötet, nachdem sie eine Privatwohnung betreten hatten, um den PKK-Anhängern zu entkommen.
Autopsieberichte deuten darauf hin, dass sie erstochen und erschossen wurden. Zeugen berichteten, dass Körper aus dem dritten Stock auf die Straße geworfen wurden. Zwei von ihnen wurden verbrannt und einer von ihnen wurde absichtlich von einem Auto überfahren.

Gestern war der zweite Prozesstag. 34 Täter, 17 von ihnen in Haft, werden angeklagt, die Mörder dieser jungen Menschen gewesen zu sein. Viele von ihnen streiten die Tat ab oder ändern ihre Aussagen vor dem Gericht.
Einer der Überlebenden, die an dem Tag verletzt wurden, Yusuf Er schildert die Hetzjagd wie folgt:
„Sie haben die Tür eingetreten und trugen Messer und Knüppel bei sich. Ich konnte die Schläge, die meinen Körper trafen, nicht mehr zählen. Ein Messer bohrte sich in meine Leber, danach zerrten sie mich in die Küche. Sie wollten mich aus dem Fenster werfen, aber in einem günstigen Moment konnte ich ihnen entkommen, lief die Treppen hinunter und versteckte mich unter ihnen. Meine Freunde wurden vor meinen Augen ermordet. Ich erhebe Klage gegen Gülten Kisanak und Selahattin Demirtas.“

Wie sich die Mütter der Opfer fühlen? Ihre Söhne wurden von PKK-Anhängern skrupellos ermordet, die von ihren politischen Vorbildern auf die Straßen getrieben wurden. Warum nicht nach Kobane? Dort hätten sie auf ihre Seelenverwandten (Daesh) treffen können.
Wenn wir an unterdrückte und ermordete Kurden denken, denken wir auch an Yasin Börü und seine Freunde, die von PKK-Anhängern ermordet wurden.

Da er Yasin hieß und aus einer gläubigen kurdischen Familie kam, widmeten die Journalisten in Europa seiner Geschichte keine Aufmerksamkeit.
Gerade deshalb ist es widerwärtig, wenn sie so tun, als gehe es ihnen um die Kurden.


Turgay Adalet – 08.01.2016

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