Operation 'Schutzschild Euphrat'



Bis dato wurde die PYD im Kampf gegen den Daesh von Amerika unterstützt, doch in die Militäroperation in Dscharabulus wurde sie nicht mit einbezogen.
Dass die Türkei und die Oppositionellen (Turkmenen und FSA) mit der Unterstützung der USA die Militäroffensive gegen den Daesh gestartet hat, hat die PYD beunruhigt.
Erdogan hat offen gesagt, dass sich die Operation gegen die Terrororganisationen PYD und Daesh richtet und zum Schutz der territorialen Integrität Syriens.
Zuletzt hat die SDG (PYD) mit amerikanischer Unterstützung Manbidsch erobert, das nur 20 km von der türkischen Grenze entfernt liegt. Der PYD-Führer Salih Müslim twitterte, die Türkei werde viel im Syrien-Sumpf verlieren. Seine Befürchtung sind eigentlich weitere Operationen, die folgen und ihre Pläne durchkreuzen könnten.
Wenn die Militäroffensive in den Süden ausgeweitet wird, wird es die PYD treffen. Aus PYD-Kreisen heißt es, sie werden Widerstand leisten. Gegen die türkische Armee? Ich weiß, ihr lacht gerade. Ihr nächstes Ziel sei El-Bab, der Schlüssel zu Nord-Aleppo.

Die USA hat Ankara versichert (haha), dass sich die PYD-Elemente aus Manbidsch zurückziehen werden. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat sie mit klaren Worten auf der Pressekonferenz erinnert: „Wenn die YPG den Westen Euphrats nicht verlässt, werden wir die nötige Antwort geben.“ Der US-Vizepräsident Joe Biden hat auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim Folgendes gesagt: „Die YPG sollte wieder in den Osten Euphrats zurückkehren, andernfalls werden wir sie nicht unterstützen.“
Man kann also mit weiteren Operationen rechnen.
Der politische Arm der syrischen Oppositionellen sagt, dass die Operation ‚Euphrat-Schild‘ vor längerer Zeit von Türken und Amerikanern beschlossen wurde. Die YPG wurde auf Druck der Türkei von der Operation ausgeschlossen. Dies wird auch von PYD-Quellen bestätigt.

Am 19. Mai wurde der erste Grundstein für die Operation bei einem Telefongespräch zwischen Obama und Erdogan gelegt. Ein hochrangiger türkische Verantwortlicher, der namentlich nicht genannt werden wollte, sagte damals zu Al Jazeera Türk: „In Manbidsch kann man nicht von einem Plan ohne die SDG (YPG) sprechen, aber wir werden das von uns geforderte Bild an unserer Grenze sehen. Eine wichtige Unterstützung der Oppositionellen wird kommen.“


Turgay Adalet

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